Afterbeachparty am Strand von Zrce täglich ab 16 Uhr! (c) www.migglpictures.at

Die besten Afterbeachparty gab es am Strand von Zrce täglich ab 16 Uhr! (c) http://www.migglpictures.at

NOVALJA /  ZRCE / PAG. Überfüllte Restaurants, Spanferkelgriller an fast jeder Ecke, Massen von Menschen flanieren entlang der engen Straßen, ausgelassene Stimmung, das Thermometer zeigt noch immer 24 °C an – es ist fast 23 Uhr, als wir nach achtstündiger Autoreise und der Fahrt mit der Fähre im Zentrum von Novalja ankommen.
Die vor allem im Sommer gut besuchte Kleinstadt liegt am Ufer der Otok („Insel“) Pag. Hier gibt es den Campingplatz Strasko (einer der schönsten und größten Kroatiens) und zahlreiche „Apartmani“, seine Zeit kann man sich mit Moto-Shows im örtlichen Mehrzweck-Stadion „Cissa“ und in den zahlreichen, internationalen Restaurants und In-Lokalen vertreiben.

Das Aquarius war neben dem Papaya der Hot Spot auf der Insel pag. (c) www.migglpictures.at

Der beliebte Day-and-Night-Club "Aquarius" war neben dem Strandlokal "Papaya" der Hot Spot auf der Insel Pag. (c) http://www.migglpictures.at

Freie „Apartmani“? Fehlanzeige.

Nach einer glücklosen Tour durch diverse „Apartmani“ und Pensionen bleibt uns nichts anderes übrig, als die Schlafsäcke auszupacken und irgendwo zwischen Mexikaner-Lokal und Landwirt für eine Nacht wild zu campen – aber erst später.
Nach einer ersten Erkundungstour entlang Novaljas Promenade stehen wir direkt vor dem „Galia“. Sieht sehr fein aus, und warme Küche gibt es (mitttlerweile ist es 24 Uhr) auch noch. Der Kellner serviert uns Steak (halbdurch), Kartoffeln und marinierten Blattspinat – schmeckt hervorragend und ist mit 90 Kuna (ca. € 12,–) gar nicht teuer, das “Prima” (eine Biersorte) war im Preis auch noch dabei. Irgendwann finden wir uns in der Open-Air-Tanzbar “Cocoma” wieder und trinken „Bambus“ (ein Mischgetränk aus Rotwein und Cola). Geschlafen wird nur für zwei Stunden.

Sonnenuntergang in Novalja. (c) www.migglpictures.at

Sonnenuntergang in Novalja. (c) http://www.migglpictures.at

 Am Kiesstrand von Zrce

Eher zufällig werden wir am nächsten Tag auf der Suche nach einem Apartmani fündig: In der Slatinska 41 kaufen wir frühmorgens Pfirsiche und Äpfel beim Obst- und Gemüsehändler Dabo-Peranic, der uns gleich eine Unterkunft anbietet. Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad, Terrasse und Garten (!) um ca. € 20,– pro Person – ein Glückstreffer. Nach kurzem Cool-down fahren wir mit dem Citybus „Luka“ an den Kiesstrand von Zrce, ca. 2 km von uns entfernt. Klares, kaltes Wasser, der Strand selbst ist sehr gepflegt. Als spätes Frühstück essen wir Cevapici mit Tomatenpüree und Weißbrot. Müde vom Vortag schlummern wir gegen Mittag am Strand ein.

After-Beach-Party
Unsanft werden wir gegen 16 Uhr geweckt, DJ Antoines „Welcome To Saint Tropez“ (auch in Kroatien ein Sommerhit) dröhnt aus den Boxen. Was wir nicht wussten: Nachmittags wird die Musik „etwas“ lauter gedreht, die tägliche After-Beach-Party in der Bar Papaya startet bereits – natürlich nicht ohne uns! Wenige Minuten später sind wir mittendrin im durchwegs jungen Partyvolk aus halb Europa, alles tanzt, feiert, jubelt, trällert mit. Nach der Dance-Version von „By The Way“ (RHCP) ist aber vorerst Schluss – um 20 Uhr ist die Party vorbei. Der Umbau und die „Reinigungsarbeiten“ in den Beach-Pool-Bars Papaya, Aquarius und Kalypso beginnen, damit sie abends wieder gerockt werden können.
Kurz nach 23 Uhr füllt sich der Strand wieder. Parken kostet hier 4 Kuna (ca. € 0,50) pro Stunde, der Verkehr bricht zusammen, ein Hupkonzert ist die logische Folge. Wir trinken aber schon Cocktails im Aquarius, das seinem Namen gerecht wird: In den Poolbars steht man knietief im Wasser. Einen Grinser können wir uns nicht verkneifen, viele Touristen sind nämlich in langen Jeans und Sneakers unterwegs.

Loca People
Während im Aquarius eher die Teenies zu Techno und Discomusik abfeiern, geht es in der Open-air-Bar Kalypso (mit dem Untertitel „Essence Of Summer“) erwachsener, aber auch nicht ruhiger zu: Joe Montana, ein international bekannter DJ, legt einen hippen Mix aus House, Chill-out, Oldies und aktuellen Charthits auf. Gerockt wird auf Sand (sehr fein!), und wenn die Stimmung mal etwas sinkt, reicht ein Hit von Sak Noel ( „Loca People“), um alle wieder happy zu machen.
Wenn die übrigen Bars gegen 6 Uhr morgens schließen, heißt es: Ab ins Euphoria! In Zrces härtestem Club findet derzeit das „Summer Grooves 2007“-Festival mit Drum’N’Base-, Groove- und Goa-DJs statt. Abfeiern bis 7 Uhr morgens! Wer so lange durchhält, wird mit einem farbenprächtigen Sonnenaufgang belohnt, schwimmen im scheinbar unberührten Meer bietet sich an.

Und jetzt: ab zum Früstück!

Wer nach so viel Party noch zu wach bzw. zu hungrig zum Schlafen ist, der geht ins Café Maun (im Zentrum von Novalja) frühstücken und chillen. Die beiden „Schanigärten“ mit weit über 30 Tischen füllen sich in Windeseile. Wir warten bei der Trafik auf einen freien Tisch. Im „Multi-Kulti-Treff“ erkennt man nur anhand des Frühstückgetränks die jeweilige Nationalität, das Personal spricht anscheinend jede Weltsprache.
Nicht fehlen dürfen morgens Fornettis, die es eigentlich bei jedem Bäcker und bei vielen Gastronomen gibt. Fornettis sind Mini-Blätterteigtaschen in verschiedenen Formen, pikant gefüllt mit Schinken und Käse, Spinat oder Tomaten bzw. als süße Variante mit Schokolade und Vanille. Ein Stück kostet nur 1 Kuna (ca. € 0,15), sie sind ideal als Take-Away-Breakfast oder einfach nur so für zwischendurch.

See you, Novalja!

Ehe sich die Wege nach einer durchtanzten Nacht und einem feinen Brunch trennen, wünscht man sich nach Austauschen von Handynummern und Email-Adressen an der nahegelegenen Linienbusstation noch einen schönen (Rest-)Urlaub – oder gleich ein schönes Leben. „See you!“ – vielleicht nächstes Jahr wieder auf Pag. Bei der After-Beach-Party im Papaya. Oder Cocktail trinkend in einer Poolbar des Aquarius. Oder zu Bob Sinclair tanzend im Kalypso. Oder frühstückend im Maun.

Autor: Hans Jürgen Gernot Miggl / http://www.reise-blog.at